Ich bin ein Hund

Der Vergleich mit einem Hund, der seinem Stammbaum nachspürt, der Wunsch als junger Autor, Spuren zu hinterlassen war der Grund, diese Passage zu zitieren: Der Literaturpreisträger erzählt seinen Werdegang bis zum Jahr 1967, in dem er zweiundzwanzig Jahre alt wurde und sein erstes Buch einen Verleger fand:

Patrick Modiano: „Ich bin ein Hund, der so tut, als habe er einen Stammbaum. Meine Mutter und mein Vater gehören zu keinem bestimmten Milieu. So wackelig, so ungewiss sind sie, dass ich mich bemühen muss, ein paar Spuren und Markierungen in diesem Treibsand zu finden, so wie man sich bemüht, mittels halb verwischter Briefe ein Formular zum Personenstand oder einen amtlichen Fragebogen auszufüllen.“

Aus: „Ein Stammbaum“ von Patrick Modiano, Hanser Verlag