„Wenn wir auf die Welt kommen, dann stellen wir uns vor, dass es für jedes Ding ein Wort gibt, das es beschreibt. Und dass Worte und Dinge auch übereinstimmen. Die meisten von uns gehen durchs Leben und glauben daran. Aber ich glaube, ein Schriftsteller findet sich oft in Situationen wieder – emotionalen Situationen – in denen Worte irrelevant werden. Nehmen wir das Gefühl der Trauer: Immer wenn Menschen, die ich kannte, gestorben sind, hatte ich das Gefühl, dass Trauer nicht so funktioniert, wie man sie gemeinhin in Worte zu fassen versucht.“
„(…) Die Worte, die wir haben, um Gefühle zu beschreiben, sind sehr grob und ungeschliffen, sehr ungenau. Diese Probleme mit der Sprache zeigen sich nur hin und wieder, aber als Schreiber musst du dir bewusst sein, dass – obwohl du dein Leben mit Worten verbringst – du nicht unbedingt genau beschreiben kannst, was du beschreiben willst. Weil die Fähigkeit eines Schreibenden auch durch seine Kenntnis der Sprache begrenzt wird.“
Michaelis Pantelouris mit Julian Barnes im Gespräch. von Julian Barnes, der auch unter dem pseudonym Dan Kavaghner (u.a. Vor die Hunde gehen) veröffentlicht, ist gerade der roman Arthur & George erschienen.