die Farrelly-brüder Peter und Bobby waren viele jahre damit beschäftigt, Drehbücher von anderen Autoren zu überarbeiten bevor sie eigene filme drehten: Verrückt nach Mary Unzertrennlich oder Ich beide und sie , die manchmal dicht an der grenze zur geschmacklosigkeit sind. um zu testen, was der zuschauer auf der leinwand noch erträglich findet, haben sich die beiden brüder entschlossen, ihre filme vor dem öffentlichen launching einem testpublikum vorzuführen:
Peter Farrelly: „Wir testen unsere Filme regelmäßig vor Zuschauern, die uns nicht kennen und keinen Grund haben, nett zu uns zu sein. Die sagen uns gnadenlos, wenn wir zu weit gegangen sind. Das Publkum hat nämlich eine Seele. Es spürt instinktiv ganz genau, wo die Grenze ist, die man nicht überschreiten darf.“
Bobby Farrelly: Oft geht es auch darum, herauszufinden, ob die Zuschauer alle wichtigen Fakten kapieren. Denn als Autor kennt man seine eigene Geschichte zu gut, als dass man das beurteilen könnte. Bei fast jedem unserer Filme gibt es in unserem ersten Testscreening noch Missverständnisse.“
Peter Farrelly: … als Regisseur sieht man einfach nicht alles. Und das Publikum ist ein wunderbares Werkzeug: Es kann einem dabei helfen, sein Werk zu formen. Man muss ja deswegen seinen Film nicht komplett aus der Hand geben. Schließlich bleibt es einem immer noch selbst überlassen, wie man reagiert, wenn ein Gag nicht zündet: ob man die Szene dann rausschmeißt oder umschneidet – oder ob man sie einfach so läßt und aufs Publikum pfeift. Manche Witze sind ja trotzdem gut, obwohl sie keine lauten Lacher produzieren.
aus einem FAZ-interview, das Marco Schmidt führte