wir leben in einem freien land, in dem die presse- und meinungsfreiheit zu den grundrechten einer rechtstaatlichen demokratie gehören, selbst wenn es immer wieder versuche von interessengruppen gibt, unbequeme nachrichten und veröffentlichungen gerichtlich verbieten zu lassen.
in der heimat des schriftrstellers Vladimir Sorokin gehört großer mut dazu, eine andere meinung, eine freie äußerung zu wagen. in einem interview mit Julia Encke sagt der bewunderswerte autor, was ihm dabei hilft, dennoch kritische romane zu schreiben:

„… die Literatur ist eine starke Droge gegen die Angst, vor allem die russische Literatur. Für denjenigen, der ein russischer Schriftsteller geworden ist, ist diese Droge eine Hilfe in bestimmten Situationen. Sie hilft ihm nicht zuletzt, keine Angst zu haben und aufrichtig zu schreiben, was er schreiben muss.“
bei Kiepenheuer & Witsch ist in diesem frühjahr „Die Tage des Opritschniks“ von Vladimir Sorokin erschienen