in ihrem interview fragt Regula Freuler den autor, der an seinem historischen roman „Melnitz“ vier jahre mit akribischer recherche gearbeitet hatte, nach dem entstehen seines neuen geschichtenbandes „Zehnundeine Nacht“ warum er für seine folgendes buch das genre der erzählung gewählt habe:

„Melnitz“ war ein Buch wie eine Schwarzwäldertorte, voller guter Sachen: hier noch eine Figur, da noch ein Ereignis, dort noch eine Metapher. „Zehnundeine Nacht“ dagegen ist mein „Diätbuch“. Es hat eine unterkühlte Sprache, ist metaphernfrei .“

Und was er am liebesten schreibe:
„Immer das, woran ich gerade arbeite. Das ist das schöne am Autorendasein: Man kann ein Leben lang regelmässig den Beruf ändern und ist trotzdem immer im selen Gewerbe. Das schafft Abwechslung. Ich möchte um Himmels willen nie mehr eine Sitcom schreiben müssen, diese Form habe ich zu Ende probiert.

Sie pflegen eine schnelle Feder. Möchten Sie auch manchmal bedächtig schreiben?
An gewissen Texten arbeite ich zehn Jahre oder länger. (…) Doch egal, wie lange mich ein Stoff beschäftigt hat, das Buch darf hinterher nicht schwitzen. Den Leser interessiert nicht, wie der Autor gekrampft hat. Darin sind wir Schreiber wie Zirkusartisten: Was wir machen, muss stets elegant aussehen.