im interview mit Matthias Zahnder hat der schweizer schriftsteller die gefühlsarbeit des autors mit der des lesers gleichgesetzt.

„In einem Buch rede ich mit einem einzelnen Leser. Ich habe ein Gespräch mit ihm, das ich bestimme durch den Text. Der Leser macht mit seinen Assoziationen ein eigenes Buch daraus. Nach wie vor hat die Literatur die Aufgabe, von etwas zu reden, das mit den klaren Begriffen der Wissenschaft zwischen Neuronenbiologie und Soziologie nicht zu schaffen ist. Es geht um den Innenraum, um Gefühle also. Eine Literatur ohne Gefühle, beim Autor und beim Leser, ist eine verlorene Literatur. Da könnten Sie auch einen Fahrplan lesen.“