„Schreiben ist eine amoralische Tätigkeit. Man sollte versuchen, im Leben einigermaßen anständig zu sein, aber Schreiben ist etwas Brutales und Rücksichtsloses, da hilft nichts. Zum einen ist es rücksichtslos gegenüber den Menschen, die einen umgeben (…) indem man ihr Leben für Geschichten verwendet, zum anderen aber auch einfach deshalb, weil man beim Schreiben Wahrheiten aussprechen muss, die man normalerweise lieber aus Rücksicht verschweigen würde. Und dann gibt es natürlich die Brutalität den Figuren gegenüber, die man erfindet, um ihnen das Leben schwer zu machen.“

aus einem interview mit Felicitas von Lovenberg über Daniel Kehlmanns roman in neun geschichten, Ruhm, der im vorigen monat bei Rowohlt erschienen ist