beim krimiwettbewerb für jugendliche war Susanne Mischke mentorin. Alice Ahlers hat die krimi- und drehbuchschreiberin für den Kölner Stadtanzeiger interviewt:

Woran erkennen Sie, dass jemand Talent zum Schreiben hat?

„Lina zum Beispiel hat eine klare, schörkellose Sprache, sehr direkt, ohne zu viel Pathos. Das hat mir sofort gefallen. Sonst tappen gerade Jugendliche schnell in die Kitsch-Falle.“

Was macht einen Krimi aus?
„Es sind die Figuren. Sie müssen dem Leser gefallen, denn einen Plot zu finden, den es noch nie gab, ist fast unmöglich.“

Gibt es beim Krimi-Schreiben Trends?
„Natürlich. Eine Zeitlang waren besonders brutale Serienkiller angesagt. Die Autoren überschlugen sich geradezu vor extremen Perversitäten. Dann kamen die Frauen-Krimis: Frustrierte Frauen schlugen endlich mal um sich. Seit längerem setzen die Verlage verstärkt auf Lokal-Krimis. Die Leute mögen es, wenn ihr eigener Kirchturm in den Büchern oder im Fernsehen auftaucht. Der Trend zum Lokalen kommt den deutschen Krimiautoren natürlich entgegen.“

Susanne Mischke ist präsidentin der „Sisters in Crime“ und hat bereits mehrere preise erhalten. als jugendbuch erschien 2007 Nixenjagd, in diesem jahr der kriminalroman Waldesruh, beide als Thriller im Arena Verlag