Joseph Hanimann schreibt in seiner rezension zu Roman Garys roman „Die Liebe einer Frau“ nicht nur über das werk und seinen inhalt sondern auch über das persönliche schicksal des autors, das für sich romanhaft erscheint:

„Es gibt Fälle, da stolpert der Roman mit dem Tanzfuß der Fiktion übers Standbein der Realität. Am 29. August 1979 sah die Schauspielerin Jean Seberg (Außer Atem, Rosemaries Baby) in Paris den Film „Die Liebe einer Frau“ von Costa-Gavras und brachte sich in der Nacht darauf um. Ihr Tod habe nichts mit dem Film zu tun, sagte Gary, Sebergs Ex-Mann, betroffen in einer Pressekonferenz. Ein gutes Jahr später beging er ebenfalls Selbstmord und hinterließ eine Nachricht: „No connection with Jean Seberg. Lovers of broken hearts are kindly asked to look elsewhere.“ Bei aller Anstrengung, nur auf diesen Roman zu blicken, kann man die realen Ereignisse nicht aus dem Gedächtnis verscheuchen.“

aus dem beitrag von Joseph Hanimann „Getrennt sinnieren, vereint klagen“
der roman von Roman Gary „Die Liebe einer Frau“ erscheint im verlag SchirmerGraf, München