Ein Traum und ein Albtraum – beide werden für den Berliner Mathematikprofessor
Wirklichkeit, nachdem er vergeblich mit einer Literaturagentin
über das Honorar für sein mathematisches Fachbuch
verhandelt hat. Ob es Zufall oder Planung war, dass er zum Bestsellerautor
eines grausamen Thrillers wird? Und dass seine Agentin
ihn überredet, als Person hinter dem Pseudonym eines Fremden aufzutreten?
Nicht genug damit, wird er zur Autorschaft eines zweiten
Buches, das im Millieu eines Edelpuffs spielt, erpresst. Das verändert
sein ohnehin chaotisches Privatleben und macht ihn mit den Spielregeln
des Literaturbetriebs und der Feuilletonpresse bekannt. Der
Buchtitel klingt zwar harmlos, aber die schöne weibliche Brust, die
aus dem Hintergrunddunkel des Covers leuchtet, macht neugierig.
Der Inhalt ist beste spannende Unterhaltung, nicht nur für Autoren,
die etwas über den Literaturbetrieb, sondern auch über Zahlenrecherchen
zur Teufelszahl 666 und über das Verhältnis von Kunden
und den Damen in einem Bordell erfahren möchten.

Ulrich Woelk
Joana Mandelbrot und ich
218 Seiten, Broschur, dtv premium, 2008