„Die Welt ist voll von guten Geschichten. Man braucht bloss mit wachen Sinnen durch Leben zu gehen, dann legen sie sich einem zu Füssen wie ein Geschenk. Die Geschichte, die meinem Buch „Der blinde Masseur“ zu Grunde liegt, hat mir mein bester rumänischer Freund Robert in fünf Sätzen beim Kaffee erzählt. Er hatte von einem blinden Masseur gehlrt, der nicht mehr liebt als die Literatur und eine Bibliothek mit 30.000 Büchern besitzt, die er aber als Blinder nicht mehr lesen kann. Also massiert er die Kranken eines rumänischen Kurorts, und die lesen ihm als Gegenleistung aus der grossen Weltliteratur vor. Ich horchte sofort auf. In solchen Momenten entsteht eine Art Leuchten in mir. Ein Masseur, der an einem solchen Leiden nicht zu Grunde geht, sondern etwas so Schönes daraus macht! Diesen Menschen musste ich kennen lernen!“
Claudia Senn hat mit dem Autor gesprochen. sein roman Der blinde Masseur ist in diesem jahr bei Piper erschienen