Liebe Autorinnen und Autoren,

amerikanische Schriftsteller scheinen besonders dankbar, Debütanten und bisher noch namenlose Schriftsteller auch. Eine herzerwärmende, kapitellange Danksagung hat Dorothy Hearst ans Ende ihrer „Wolfschroniken – Das Versprechen der Wölfe“ gestellt. Darin bedankt sie sich bei allen für alles, was andere Menschen ihr auf dem Weg zur Veröffentlichung Gutes getan haben – eine der längsten Danksagungen, die ich bisher gelesen habe. Und da die meisten Texte für ihr Buch in den Cafés von San Francisco und Berkeley geschrieben wurden, sagt sie auch „Dank an Michael und alle anderen im Café It‘s a Grind auf der Polk Street, Alix und Golanz im Café Royal Ground, Phillip und seiner Gang im Crepe House. Und ein großes Dankeschön an alle Café-Besitzer, die Schriftsteller stundenlang (ungestört) in ihren Cafés sitzen und auf ihre Laptops einhacken lassen.“

Viele Schriftsteller brauchen die Kulisse und Atmosphäre von Cafés, um zu schreiben, sich anregen zu lassen und ohne besondere Verabredung Freunde zu treffen. Hemingway war das Schreiben in Cafés vertraut: „Vielleicht würde ich in Michigan ebenso über Paris schreiben, wie ich in Paris über Michigan schrieb.“ So fiel auch Natalie Goldberg gleich auf: „Als ich nach Paris kam, begriff ich sofort, warum es so viele amerikanische Schriftsteller nach Frankreich gezogen hat: Zu jedem Häuserblock gehören mindestens fünf Cafés, die alle zum Schreiben einladen.“ Dann verrät sie, wie das funktioniert:
„Wenn Sie sich ein Café aussuchen, in dem Sie schreiben wollen, müssen Sie eine Beziehung dazu aufbauen.“ Wie man das schafft, wie man die Vorteile des Ausserhausschreibens nutzen kann, wenn es zu Hause nicht klappen will, und dabei bewährte Lektionen über die Kunst des Schreibens lernen und an Ort und Stelle erproben kann, sagt uns die Schriftstellerin in: Schreiben in Cafés („Ein wunderbares Buch“ Radio Berlin Brandenburg), 200 Seiten, Hardcover, 16.80 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/schreiben_in_cafes-natalie_goldberg.phtml

Im Tieger-Blog erklärt Terézia Mora wieviel Lebenszeit sie ein Buch kostet, Ian McEwan beruft sich auf einen großen Schriftstellerkollegen und Felix Huby verrät, warum er behauptet, nie ein großer Schriftsteller sein zu
wollen:
www.autorinnen.de

Zum Schluss noch: Das neue WOLF MAGAZIN, das mit seiner ersten Ausgabe in der edition tieger erscheint, ist jetzt erhältlich. Wir versenden gerne Flyer für das neue Wolf Magazin und das Programm der edition tieger:
mailto:mail@edition-tieger.de

Mit herzlichen Grüßen
Ihre
Gerhild Tieger

Verlage finden Sie im Jahrbuch für Autoren, Autorinnen 2010/2011 mit den aktuell recherchierten Adressen: Mit Genre-Index und durch Fragebogen ermittelten Programme und Angaben zur erwünschten Form der Manuskriptangebote. Dazu hunderte weiterer Adressen aus dem Literaturbetrieb, redaktionelle Beiträge zum Buchmarkt unmd zum Schreiben und Veröffentlichen. Jahrbuch für Autoren, Autorinnen 2010/2011, Hardcover, 800 Seiten, 29,90 Euro versandkostenfrei:
www.autoren-jahrbuch.de