Matthias Zehnder fragt den autor von „Quatemberkinder“ im interview::

Wieviel hat die Geschichte ihres Romans „Ans Meer“ mit Ihrem eigenen Leben zu tun?

„Vordergründig gar nichts. Ich schreibe nie über mich. Das sind Geschichten über Menschen, denen ich mich durch das Schreiben erst nähere. (…)
Ich kann die Menschen ja nur mit meinen Worten beschreiben, dadurch werden sie ein Teil vonb mir. Es geht mir darum, die Brücke zu finden zwischen mir und den Lesern, etwas zu erzählen, was mir nahe und lieb ist und es so zu erzählen, dass es für die Leser zu ihrer eigenen Geschichte wird, dass es auch ihnen nahe und lieb wird.“

Haben Sie Vorbilder beim Schreiben?

„Ich schreibe nicht für die anderen Schreibenden oder für die Weltliteratur. Ich schreibe über Menschen und für Menschen. Schreiben ist das Medium, das ich brauche. Die Welt, in der ich lebe ist aber nicht die Welt des Schreibens sondern die Welt der Menschen. Wenn ich die Wahl habe, ob ich ein Buch oder einen Menschen kennenlernen möchte, dann wähle ich den Menschen.“

Tim Krohns roman Ans Meer ist 2009 bei Galiani im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen