Stimmt es, dass Sie Ihre Schriftstellerkarriere mit den Worten ‚Kapitel eins‘ begonnen haben?
fragt Wieland Freud in der Literarischen Welt vom 18.9.2010

„Ich hatte eine Geschichte, die mich nicht los ließ. Ein Gerichtsdrama. Ein Vater, der Rache nimmt. Ich habe wochen-, vielleicht monatelang darüber nachgedacht. Außer juristischen Texten hatte ich noch nie etwas geschrieben. Und dann habe ich mich eines Nachts mit einem Notizblock hingesetzt: ‚Kapitel eins‘. Den Notizblock habe ich noch. Nach ungefähr einem Monat hatte ich das erste Kapitel fertig. Aber es hat Zeiten gegeben, in denen ich aufgeben wollte, und an die denke ich oft zurück. Ich bin in Buchhandlungen gegangen – und habe mich gefragt: Wer will denn etwas von mir lesen? Was habe ich denn zu sagen?“