Die UNESCO ernannte auf ihrer 30. Generalkonferenz am 15. November 1999 den 21. März zum Welttag der Poesie. Seit diesem Zeitpunkt feiert die Literaturwerkstatt Berlin diesen Tag als zentrale Veranstaltung mit einer internationalen Lesung. Dieses Jahr treten im Haus der Stiftung „Brandenburger Tor“ fünf Dichter aus vier Ländern auf: Ali Al Jallawi (Bahrain/Deutschland), Chirikure Chirikure (Simbabwe), Ulrike Draesner (Berlin), Simone Kornappel (Berlin) und Sigitas Parulskis (Litauen).

Der Welttag der Poesie macht deutlich, dass Poesie eine eigenständige Kunst ist und entstand in Abgrenzung zum Welttag des Buches, bzw. als eine Ergänzung dazu. Die UNESCO weist mit dem Welttag der Poesie auf Sprache und Dichtung als ästhetische Ausdrucksmittel kultureller und gesellschaftlicher Werte hin und gibt der Poesie einen zentralen Platz in der Bewahrung des kulturellen Erbes. Durch den Welttag der Poesie soll der Dialog zwischen den Kulturen sowie zwischen Poesie und anderen Künsten wie Theater, Tanz, Musik oder Malerei gefördert werden, denn „Es gibt keine Kunst ohne Poesie“ (Delacroix).
Anlässlich des UNESCO-Welttages der Poesie präsentiert www.lyrikline.org ein Feature zum Thema „Poesiefilm“. Die Webseite für Poesie stellte vor kurzem ihre zehntausendste Gedicht-Übersetzung online.

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Literaturwerkstatt Berlin und der Stiftung »Brandenburger Tor« mit der Akademie Schloss Solitude, dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD, der Jungen Akademie der Akademie der Künste, Berlin, Botschaft der Republik Litauen, Kultusministerium Litauen, Books from Lithuania und der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.
Unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission

Mi 21.3.2012, 20.00 Uhr
Welttag der Poesie
Stiftung »Brandenburger Tor«, Max Liebermann Haus, Pariser Platz 7, 10117 Berlin.
Mit Ali Al Jallawi, Bahrain/Deutschland, Chirikure Chirikure, Simbabwe, Ulrike Draesner, Berlin, Simone Kornappel, Berlin, Sigitas Parulskis, Litauen,
Moderation: Knut Elstermann, Journalist, Berlin