„Als ich jünger war, waren meine Erzähler zumindest teilweise alter egos. Beim Schreiben überlegte ich: Was würde ich tun, wenn ich er wäre? Das Problem daran ist, ich bin nie er. Er ist das, was ich hätte gewesen sein können, eine Möglichkeite von mir selbst. Heute versuche ich, neue Charaktere zu erfinden. Denn ich werde langsam alt … Die meisten meiner Leser sind aber in ihren Zwanzigern und frühen Dreißigern. Wenn ich über mich selbst schreiben würde, könnten sie wenig damit anfangen. Also versuche ich, neue Möglichkeiten zu finden, um die jungen Leute anzusprechen. Eine Art Handel zwischen meiner Generation und ihrer. Und eine Herausforderung.“
aus: ‚Mein Dunkel ist dein Dunkel‘ der österreichische Schriftsteller Martin Amanshauser spricht mit seinem japanischen Kollegen