„Breite Schichten der Bevölkerung hatten mit dem Urheberrecht nie etwas zu tun, sie bezahlten den Autor indirekt über den Kaufpreis des Buches, den Musiker über den Kaufpreis der CD, den Regisseur über die Kinokarte. Das änderte sich zum ersten Mal mit dem Internet. […] Die fehlende Aufklärung über den Wert des Urheberrechts als solches nutzen jetzt die großen amerikanischen Internetkonzerne aus, die von einer Schwächung des Urheberrechts profitieren. Sie suggerieren: ‚Was technisch geht, muss auch erlaubt sein‘ und haben doch nur den eigenen Profit im Sinn. Wussten Sie, was geschieht, wenn Sie ein Foto oder Video (‚IP-Inhalt‘) auf Ihrer Facebook-Seite posten? Ich zitiere aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die Sie bestimmt nie gelesen haben: „Du gibst uns eine nicht-exklusive, übertragbare, unterlizenzierbare, gebührenfreie, weltweite Lizenz für die Nutzung jeglicher IP-Inhalte, die du auf oder im Zusammenhang mit Facebook postest.‘ Umgekehrt gilt dies natürlich nicht, ich zitiere erneut: ‚Du wirst unsere Urheberrechte … nicht ohne unsere schriftliche Erlaubnis verwenden.‘
Erlaubt ist also nicht, was technisch geht, sondern was Facebook nutzt.“
(Dr. Urban Pappi in BILD-KUNST-Informationen Nr. 27)
Der Schriftsteller Carlos Ruiz Zafón (Der Schatten des Windes) hat es so formuliert: „Die wahren Piraten sind nicht die Nutzer, sondern die großen Technologiekonzerne.“ (FAZ vom 5.6.2012)
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