„Zum Erfreulichen an Kurzgeschichten gehört, dass es nicht so lange dauert, sie zu schreiben. Gewöhnlich brauche ich eine Woche, um eine Geschichte in eine einigermaßen lesbare Form zu bringen (auch wenn Revisionen sich dann noch endlos in die Länge ziehen können). Diese Art des Schreibens ist nicht mit dem totalen physischen und mentalen Engagement zu vergleichen, das mir die Arbeit an einem Roman über ein, zwei Jahre abverlangt.“
(…) Eine weitere angenehme Eigenschaft der Kurzgeschichte ist es, dass sie sich aus winzigen Kleinigkeit schaffen lässt – aus einer spontanen Idee, aus einem Wort, einem Bild, was immer. Diese Art zu schreiben hat meistens Ähnlichkeit mit einer Jazzimprovasion – die Geschichte lenkt mich, und ich folge ihr, wohin sie will. Ich fürchte mich auch nicht davor, zu scheitern. Lässt sich eine Idee nicht so umsetzen, wie ich es erhofft hatte, zucke ich einfach die Achseln und sage mir, dass es eben nicht nur Volltreffer gibt.“
Zitat aus ‚Blinde Weide, schlafende Frau‘, btb Verlag der Verlagsgruppe Random House GmbH, in dem etliche Geschichten enthalten sind, die später in Harukis Romanen Eingang gefunden haben.
Romane und Kurzgeschichten schreiben