Der bekannte französische Philosoph Michel Foucault analysiert im Gespräch mit Claude Bonnefoy den Ursprung des Schreibens und die Notwendigkeit für den Autor:

„Man schreibt auch, um sich selbst unter seinem eigenen Schreiben zu vergraben. Man schreibt, damit das Leben, das man um das Blatt Papier herum hat, dieses Leben, das überhaupt nicht lustig ist, sondern eher langweilig und voller Sorgen, das den anderen ausgesetzt ist, von jenem kleinen papiernen Rechteck aufgesogen wird, das man vor Augen hat und dessen Herr man ist … (aber:) Immer wieder beginnt das Leben außerhalb des Papiers.“
aus: Das giftige Herz der Dinge. Gespräch mit Claude Bonnefoy. Diaphanes Verlag Zürich,
aus dem Französischen von Franziska Humphreys-Schottmann