Eine „Highly Sensitive Person“, liebe Autorinnen und Autoren?

„Angelique, hochsensibel“, stellt sie sich dem Kreis Gleichartiger vor und fällt nach der mutigen Tat prompt in Ohnmacht. Die Szene stammt aus dem Film „Die anonymen Romantiker“, in dem die Geschichte von zwei verliebten HochSensiblen Personen erzählt wird, denen ihre Empfindsamkeit schwer zu schaffen macht.

Können Sie Gedanken lesen, Spannungen zwischen fremden Menschen erfühlen? Verursacht Lärm Ihnen geradezu Schmerzen, sind Sie besonders schreckhaft? Vermeiden Sie möglichst Situationen, in denen Sie mit vielen Menschen zusammen sein müssen? Sehen Sie plötzlich Bilder von Erlebnissen, die sie stark beeindruckt haben als flash back? Anhand von Online-Tests können Sie feststellen, ob Sie zu den 15 bis 20 Prozent Hochsensiblen gehören, von denen man bisher nur vermutet, dass ihre Fähigkeiten vererblich sind. „Bei Hochsensiblen ist das Nervensystem überdurchschnittlich gut ausgebildet. Hinzu kommt, dass sie nicht in der Lage sind, Reize zu filter“, lautet die neurowissenschaftliche Erklärung. Der „Zartbesaitet“-Online-Test ist eine Fundgrube um Ihr Film- und Romanpersonal mit Emotionen auszustatten:
http://autorinnen.de/2012/09/20/hochsensibel/

Wie Sie das praktisch umsetzen können, verrät Lajos Egri in seinem Klassiker, der in vielen Handbibliotheken von Roman- und Drehbuchautoren zu finden ist. „Literarisches Schreiben. Starke Charaktere – Originelle Ideen – Überzeugende Handlung“, 208 Seiten, nur 14,90 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/literarisches-schreiben.phtml

Und ebenfalls von Lajos Egri das Standardwerk: „Dramatisches Schreiben. Theater – Film – Roman“, 345 Seiten, 19,90 Euro versandkostenfrei.
www.autorenhaus-verlag.de/lajos-egri-dramatisches-schreiben.phtml

Um starke Emotionen geht es auch beim Texten von Songs. Profis notieren sich eine Rangliste von Emotionen, die zu ihrem Thema passen und beginnen mit ihrer Lieblingsidee. Gelingt ihnen damit kein guter Liedtext, steigen sie bei der nächsten Emotion auf ihrer Liste neu ein. Führt auch dieser Entwurf in die Sackgasse, kehren sie zur Liste zurück. Im „Handbuch für Songtexter“ erklären die Autoren Edith Jeske und Tobias Reitz von der Celler Schule, die von der GEMA-Stiftung gefördert wird, wie man Erfolg durch professionelles Schreiben und Vermarkten von Songtexten erreicht: 304 Seiten, Hardcover, 19,95 Euro versandkostenfrei:
www.autorenhaus-verlag.de/376.0.0.1.0.0.phtml

Hat Ihnen schon einmal ein Kritiker empfohlen, mit dem Schreiben aufzuhören? So etwas kann selbst einem namhaften Schriftsteller passieren.
„Das Dreizehnte Kapitel“ lautet der Titel von Martin Walsers neuem Roman. Kaum erschienen, beginnt schon der Kritiker-Marathon in den Feuilletons. In der Literarischen Welt vom 8.September füllt der Rezensent Tilman Krause eine dreiviertel Redaktionsseite für einen hauptsächlich unsachlichen Verriss, der in seiner persönlichen Schmähung wirklich zu weit geht. Wie weit können Sie im Tieger-Blog lesen:
http://autorinnen.de/2012/09/19/jetzt-schlagts-dreizehn/

Danach habe ich George Orwells Essay „Bekenntnisse eines Rezensenten“ noch einmal gelesen: „Zum Glück gibt es auf dieser Welt immer noch einen, auf den er hinuntersehen kann, und nach meiner Erfahrung (…) kann ich sagen, dass ein Buchkritiker besser dran ist als ein Filmkritiker, dr außer Haus arbeiten, bereits um elf Uhr vormittags zu den Pressevorführungen erscheinen und, von einigen rühmlichen Ausnahmen abgesehen, seine bessere Überzeugung für ein Glas schlechten Sherry verkaufen muss.“

Herzliche Grüße
Ihre
Gerhild Tieger