Nach dem großen Erfolg von ›Grotesk! Eine Genre-Anthologie‹ (»literarischer Kracher … Ausnahmebuch« Kultura-Extra – »großes, kurzweiliges Lesevergnügen« Buchwelten – »interessant und fesselnd« lesenundmehr) ruft der Candela Verlag nun zu einer neuen Ausschreibung in Zusammenarbeit mit dem freien Herausgeber und Lektor Jan-Eike Hornauer auf. Wieder geht es um eine bedeutende literarische Gattung, diesmal jedoch aus einer ganz anderen Ecke des weiten Feldes der Literatur: Gesucht werden komische Gedichte.
Ziel ist es dabei, das breite Spektrum dieses Lyrikgebiets mit bislang unveröffentlichten Texten auf hohem Niveau abzubilden und somit diesen Sonderweg der deutschen Dichtkunst, um den uns so mancher Lyrikenthusiast aus anderen Ländern beneidet, weiter fortzuschreiben. Heine, Ringelnatz, Morgenstern, Gernhardt, Gsella – in dieser Tradition befindet sich, was hier entstehen soll. Dabei gilt: Die Gattung darf und soll ganz ausgeschöpft werden, vom Schenkelklopfer bis zum philosophisch erhellenden sanften Schmunzler, vom in strengster Metrik und komplexem Reimschema daherkommenden bis zum formal völlig freien Gedicht, vom zutiefst Sinnhaften bis zum (zumindest vordergründig) völlig Sinnlosen ist alles erwünscht. Wichtig dabei ist, dass Sprache, Form und Inhalt zusammenpassen, dass Neues und Eigenes präsentiert wird, dass eine entsprechende Textdichte erreicht wird, dass unerwartete Perspektiven eröffnet werden. Was wir nicht suchen: das Belanglose und Beliebige, das hastig und mangelhaft Zusammengeschraubte, das Uninspirierte, das In-keiner-Hinsicht-Erhellende. Wir wollen kein Witzbuch und auch keine Sammlung von beliebigen Alltagsanekdoten herausbringen, diese Ausschreibung ist der Startschuss für ein echtes Literaturprojekt – auch wenn es natürlich hohen Unterhaltungswert haben soll.
Zeigen Sie uns, dass immer noch gilt, was das Main-Echo anlässlich des Erscheinens von ›Wortbeben‹, der ersten Anthologie komischer Gedichte des Herausgebers Jan-Eike Hornauer, verkündet hat: »Die ›Neue Frankfurter Schule‹ lebt weiter«. Und sorgen Sie mit dafür, dass abermals ein Gedichtband entsteht, der wegen seiner Qualität nicht nur wirklich gerne gelesen und immer wieder auch in privaten Kreisen vorgetragen wird, sondern zuweilen und in Auszügen auch in den Deutschunterricht einzieht sowie sich in der einen oder anderen Unibibliothek wiederfindet.
Pro Autor dürfen ab sofort bis zum 20. Juni 2012 maximal zwölf Gedichte eingesandt werden. Nach der Auswahl durchlaufen alle Gedichte, die gedruckt werden sollen, ein ausführliches Lektorat, das in Abstimmung mit dem jeweiligen Autor durchgeführt wird. Ein Honorar kann für den Abdruck leider nicht gezahlt werden, aber jeder veröffentlichte Autor erhält ein Belegexemplar und kann weitere Exemplare zum Autorenrabatt erwerben sowie unter der Rubrik ›Autoren‹ auf der Seite des Candela Verlags auf sich und seine Werke aufmerksam machen.
Als Herausgeber und Lektor der Anthologie mit dem Arbeitstitel ›komische Gedichte‹ konnte der Verlag Jan-Eike Hornauer gewinnen. Die Beiträge sind im odt-, rtf- oder doc(x)-Format an gedichte2012@candelaverlag.de zu schicken, mit Kontaktdaten auch im Textdokument selbst und einer Kurzbiografie (um die fünf Zeilen).
Den Ausschreibungstext im Original sowie umfassende Informationen zum Herausgeber Jan-Eike Hornauer bzw. zum Candela Verlag gibt’s auf: www.textzuechterei.de/autor.html und www.candelaverlag.de.
Buchtipp: Gedichte schreiben und veröffentlichen