„Der Schneidetisch eines Films ist wie eine Pathologie: Jeder Gedanke eines Films ist dort zu sehen und darüber hinaus noch viel mehr, nämlich das Kino selbst: der Raum, die Zeit, die Verdichtung, die Dehnung. Das ist alles spürbar. Und man hat in diesem Augenblick schon das nächste Projekt im Kopf und zugleich zum letzten Projekt die Kritik vor sich, im Positiven wie im Negativen. Das verbindet sich immer. Und damit verändert sich jeder Film. Müsste sich zumindest verändern. Das Schneiden eines Films ist eine furchtbar kritische Arbeit. Und nur wenn man selbstkritische Arbeit erträgt, kann man sich verändern.“
Der Regisseur des ausgezeichneten Films ‚Barbara‘ spricht mit Rüdiger Suchsland: „Wie Techniken der Macht zu Techniken der Liebe werden können“, Frankfurter Allgemeine Zeitung 8.3.2012