Das Gedicht, in dem der Sänger und Dichter die große Lebenssorge ‚Alter‘ und zuletzt das Verstummen der Dichterstimme beschreibt, erschien im vergangenen Monat in der Frankfurter Anthologie der FAZ. Uwe Wittstock, Literaturchef bei Focus, hatte es für seine Interpretation ausgesucht. In den beiden letzten Zeilen spricht Wolf Biermann unsentimental, trotzdem berührend über die Angst, mit seinem Lied nicht mehr das Herz seiner Liebsten zu erreichen.

„Doch wenn mein Lied dein Herze nicht mehr bricht
Lach mich kalt an. Und verlasse mich.
aus: Bildnis eines alten Dichters