Auf dem Theakstons Old Peculier Crime Writing Festival in Harrogate verriet die Schriftstellerin Kate Atkinson, wie ihre Bücher entstehen:

Zuerst sucht sie einen Titel, eine Gedichtzeile, eine Überschrift in der Zeitung oder ein Satzfragment, etwas, das ihr so gut gefällt, dass es sie anregt darüber zu schreiben und eine Figur zu entwickeln, die im Titel vorkommt. Besonders gelungen „Life after Life“ (Die Unvollendete), die Geschichte einer Frau, die mehrfach stirbt und ihr Leben wieder und wieder leben kann.
Ein neues Buch, an dem die Schriftstellerin gerade arbeitet, hat den Titel: „Stalker in a Wheelchair“. Es hat einen ganz persönlichen Hintergrund: Ein achtzigjähriger Mann im Rollstuhl hatte sie über lange Zeit verfolgt, weil er glaubte, sie sei ihm als Frau vom Schicksal bestimmt. Als dieser Mann starb, entschloss sie sich, alles, was sie von ihm in einem Schuhkarton gesammelt hatte – Briefe, Geschenke, Fotos – für ihren autobiografischen Roman zu verwenden.