fragt Martin Zähringer den Schriftsteller in der Neuen Zürcher Zeitung.

„Ich weiss, was einen guten Roman ausmacht, aber es ist doch nicht wirklich möglich, Romane so zu kategorisieren – ein Schema oder ein Rezept gibt es nicht. Viele Romane teilen bestimmte Qualitäten, aber nicht immer dieselben. Wenn Sie ‚Tom Sawyer‘ und ‚Huckleberry Finn‘ lesen, dann lesen Sie sie wegen ihres reichen Humors und ihrer weisen Sicht auf die Welt. Wenn Sie einen Roman wie ‚So lebt der Mensch‘ von Malraux lesen, dann stossen Sie auf eine politische Geschichte, tief und erschreckend und in ihrer Zeit verankert. Und wenn Sie ‚Lolita‘ lesen, dann lesen Sie eine lange und sehr schöne Geschichte über Nabokov oder eine Figur wie Nabokov und seine intensive Leidenschaft für ein junges Mädchen.“
(…) Für mich sind es eindrucksvolle und unwiderstehliche und vorausweisende Werke.“

Neue Zürcher Zeitung v. 7.9.2013 ‚Forschungsreisen ins menschliche Herz‘
In ‚Alles, was ist‘, James Salters neuem Roman, ist die Hauptfigur ein begeisterter Vielleser – Beruf Lektor.