„Natürlich gibt es auch Tage, an denen fast nichts geht, an denen es klemmt und ich für fünf Zeilen zwei Stunden brauche. Im Fachjargon heisst das „Writers Block“ – ich nenne es einen Knoten, der mit Geduld und Hartnäckigkeit entwirrt werden muss.

„Schreibblockade“ ist ein guter Vorwand, den Schreibtisch zu verlassen und etwas anderes zu tun, das Auto zu waschen oder sich die Fussnägel zu schneiden. Dabei gibt es nur eine einzige Lösung, wenn es stockt: sitzenbleiben und nachdenken! So spiessig und altmodisch es klingen mag: Das Schlüsselwort beim Schreiben lautet für mich Disziplin. Einen Roman schreibt man nicht, indem man über Musenküsse, Kreativitätsschübe und künstlerische Leidensfähigkeit schwadroniert, sondern indem man sich auf seinen – pardon – Arsch setzt und schreibt.“
Rolf Lappert (u.a. Der Himmel der perfekten Poeten, dtv) aus: „So Schreibe ich“ in Books Nr. 1/2012