Geschrieben und gezeichnet hatte sie ihr ganzes Leben, aber „die Verlage interessierten sich nicht dafür, sie schrieben mir, die Themen würden nicht in ihr Programm passen.“ Zwischendurch konnte sie die eine oder andere Geschichte in einer Jugendzeitschrift veröffentlichen. Als sie vor zwei Jahren unverhofft eine Erbschaft machte, erfüllte sie sich ihren Lebenstraum: Sie wurde Verlegerin. Ihren Verlag nannte sie wegen seiner bescheidenen Größe Foglietto – kleines Blättchen. „Das Administrative übernahm ein Steuerberater, denn in solchen Dingen bin ich unbeholfen. Jedes Jahr geben wir zwei Bücher heraus.. … In meiner Schublade liegen zur Zeit einige Bücher, die nur noch veröffentlicht werden müssen.“
„Der Verlag rentiert natürlich nicht. Geld ist aber auch nicht mein Antrieb. Ich mache das, weil es mich glücklich macht. Ist es nicht irrsinnig schön, wenn man im Leben genau das machen kann, was man will? … Ein Konzept habe ich nicht; ich weiss im Voraus nie, wie es endet. Lasse mich überraschen. Vielleicht ist das naiv. Das ist meine Welt und die Welt meiner Bücher; nie ganz realistisch. Und nie fehlen darf ein bisschen Humor.“
von: Michael Hugentobler „Ein Tag im Leben“ in Das Magazin Nr 34
Buchtipp