„Ein Fernsehkrimi dauert in der Regel neunzig Minuten. Dann ist Schluss, und das ist meistens auch gut so. Diese Regel gibt es bei Krimis in Buchform nicht. Das ist häufig nicht gut so, weil die meisten Debütanten zum Überschwang neigen. Das Phänomen ist bekannt, wird bei der Kritik in Rechnung gestellt und bringt Lektoren immer wieder an den Rand der Verzweiflung, weil der Debütant, gleichwohl Neuling im Gewerbe, einfach alles besser weiß und auf keinen seiner gemeißelten Sätze zu verzichten bereit ist.“

Zitat aus einer Rezension über das Krimidebüt ‚Lebt‘ des Drehbuchautors Orkun Ertener. Er ist bereits ein erprobter Drehbuchschreiber, bisher jedoch ohne Buchveröffentlichung. Nun erscheint sein Krimi über einen Ghostwriter, dessen junge Klientin und seine Arbeit als Buch auf 641 Seiten im Scherz Verlag.
Hannes Hintermeier: ‚Die er rief, die Geister, wird er nicht wieder los‘, Frankfurter Allgemeine Zeitung 27.10.2014