Platt, Dialekt oder Mundart sind schon lange als Teil der Kultur eines Landes akzeptiert: Der schweizer Drehbuchautor und Schriftsteller Charles Lewinsky hat aus einem Roman des Emmentaler Pfarrers Albert Bitzius, der unter dem Pseudonym Jeremias Gotthelf ‚Die Käserei in der Vehfreude‘ veröffentlichte, ein Musical mit Liedtexten in Mundart kreiiert. Die Journalistin Regular Freuler fragte Charles Lewinsky zur Entstehung des Musicals ‚Gotthelf‘:
Gibt es Grundregeln beim Schreiben eines Musicals?
„Im Vergleich zu einem Roman muss man bei einem Text für die Bühne natürlich stark vereinfachen. Man kann schlichtweg nicht so viel Text unterbringen. Für mich war bei der Arbeit zentral, dass alle wichtigen Fakten, Handlungselement und Emotionen durch die Musik ausgedrückt werden. Es sollte kein Stück mit eingeschobenen Liedern werden. Der Zuschauer soll nicht im Dialog, sondern in den Songs erfahren, wie sich die Figuren entwickeln und in welche Richtung die Handlung weitergeht.“
Neue Zürcher Zeitung: Regula Freuler „Man kann nie besser sein als das Original, man muss ein eigenes schaffen“
Handbuch für Songtexter