In seinem Artikel „Ich bin Mann und Frau, Hund und Katze“ in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung beschreibt Thomas David den Weg des Schriftstellers, der 1990 mit seinem ersten Roman ‚Der Buddha aus der Vorstadt‘ seine literarischen Weg begann. Von Hanif Kureishi ist gerade sein neuer Roman ‚Das letzte Wort‘ erschienen. Hier einige Aussagen des Autors über seine Einstellung zum Erzählen von Geschichten:

„Der Schriftsteller ist ein Außenstehender, der persönliche, private Geschichten erzählt und sich anders als die Massenmedien von keiner Ideologie oder Propaganda vereinnahmen lässt. Die Literatur ist nicht gezwungen, Lügen zu verbreiten und vermag es deshalb, der Wahrheit wirklich nahe zu kommen.“

„Als Romanschriftsteller interessieren mich die Alternativen der einen, mutmaßlich ‚wahren‘ Geschichte. Als Romanschriftsteller erzähle ich von dem, was ich aus eigener Anschauung kenne – alternative Geschichten aus der Perspektive meiner eigenen, ganz persönlichen Erfahrung.“

„Beim Erzählen von Geschichten geht es immer um die Autorität desjenigen, der erzählt und die glaubwürdigste Version der Geschichte ist meist diejenige, die von der stärksten politischen oder sozialen Macht geäußert wird und letztlich vor allem dazu dient, den Erhalt dieser Macht zu sichern.“