Die schweizer Schlagersängerin Beatrice Egli hat im vorigen Jahr ihr drittes Album herausgebracht. Mit ihren gefühlsvollen Texten berührt sie die unterschiedlichsten Altersgruppen, nicht zuletzt weil sie dem Bild des ‚Mädchen von nebenan‘ entspricht wie man es sich vorstellt – natürlich und ehrlich. Frank Heer hat mit ihr gesprochen:

„Meine Liedtexte klingen vielleicht banal. Aber ein Schlager muss nun einmal verständlich sein. Für mich besteht ein guter Schlagertext in der Kunst, Gefühle auf unverfälschte Weise zu vermitteln. Natürlich sollen sie auch Tiefe haben, aber die Worte müssen echt klingen. So, wie ich mich ausdrücke, und nicht wie ein Schriftsteller oder Dichter.“
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„Für einen Hit muss man den richtigen Moment erwischen. Die richtige Zeile mit der richtigen Melodie verknüpfen. Wenn man sich hinsetzt und es versucht, klappt es meistens nicht. Und dann, wenn man es nicht erwartet, fliegt einem diese Melodie zu. Beim Autofahren oder Zähneputzen. Dann nehme ich mein Handy und singe sie hinein. So ist das Leben. Die besten Ideen kommen, wenn man sie am wenigsten erwartet.“
aus: annabelle 1/2015 – Frank Heer: Im Moment brennt das Feuer noch
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