Wer hat sie nicht schon erlebt, die netten Gegenfragen von Mitmenschen, wenn sie erfahren, dass man Schriftsteller ist: „Sie schreiben? Sie?“ lautet der kleine Artikel in der heutigen FAZ über die Sammlung auf Twitter unter dem Hashtag #TenThingsNotToSayToAWriter. Beispiele: „Ich wünschte, ich hätte so viel Zeit.“ Oder mit wegwerfender Geste der Ausruf: „Bücher könnt‘ ich schreiben, Bücher! Soll ich Ihnen mal erzählen?“ Mitfühlend: „Ich hoffe, Ihr Ehepartner verdient genug.“ Neidvoll: „Sie haben es gut, Sie können ja Ihren Ex ins Buch reinschreiben und ihm einen kleinen Penis geben.“ Generös: „Na, mein Lieber, was macht denn Ihr Buch so?“ Taktvoll: „Auf dem Buchcover sehen Sie aber viel jünger aus!“ Tröstend: „Eines Tages kommen Sie auch groß raus!“ Fachmännisch: „Die Frage ist: Brauchen wir noch Bücher? Steht doch alles im Internet.“ Bewundernd: „Tag für Tag auf das leere weiße Blatt starren – ich könnt‘ das nicht!“ Wohlmeinend: „Ich habe Ihre Bücher im Antiquariat gesehen, gaanz günstig!“ Literarisch: „Oh, wirklich? Schreiben Sie so in der Art der Grey-Bücher?“ Und natürlich die Mutter aller Fragen an einen Autor: „Und das haben Sie alles selbst erlebt?“
Der Klassiker: Schriftsteller werden von Dorothea Brande