In einem Interview mit Martin Ganz beantwortet der Schriftsteller die Frage: Roman oder Drehbuch? Und gleichzeitig, was für eine Buch-Verfilmung wichtig ist.

„Das Tolle am Romanschreiben ist, dass man als Autor die letzte Instanz bleibt. Als Drehbuchautor ist das bei weitem nicht der Fall, weil beim Film oder auch beim Theater viele weitere Personen involviert sind und mitreden. Wenn ich als Buchautor beschreibe, wie die Sonne aufgeht, dann geht diese genau so auf. Aber ich spiele eigentlich nur mit Bildern, welche die Leser im Kopf haben. Es ist eine Art von Code, ein Einverständnis mit den Lesern. Manchmal muss ich nur, wie bei alten Freunden, mit Schlüsselworten eine Andeutung machen, und sie verstehen, welche Stimmung ich meine.“

Denken Sie, dass die Verfilmung Ihrer Romane auch für die Leser Ihrer Bücher noch reizvoll sein kann?

„Ich denke schon. Wichtig bei einer Verfilmung ist, dass die Essenz des Romans mit den spezifischen Ausdrucksmöglichkeiten des Films vermittelt wird. Ich fand beispielsweise die Verfilmung von ‚Small World‘ mit Gérard Depardieu toll, obwohl sie sehr weit weg vom Roman ist – aber solche Freiheiten braucht es. Grosse Probleme hatte ich mit der Verfilmung von ‚Ein perfekter Freund‘, weil diese eigentlich unmoralische Geschichte umgekehrt wird: Im Buch siegt das Böse, im Film das Gute.“