Nadja Zimmermann war Fernsehmoderatorin, dann wurde sie Kochbuchautorin. Marius Leutenegger fand heraus, wie diese Wandlung möglich wurde.

„(…) Ich begann andere Leute zu fragen, was es bei ihnen zum Abendbrot gibt oder wie sie kochen. Dabei merkte ich, wieviel man davon profitieren kann, wenn man anderen in den Kochtopf und auf den Teller schaut. Ich begann Tipps zu notieren, erst nur für mich, bis mir dann die Idee kam, meine Erkundungen für ein Buch zu nuzen. Das Konzept meiner Kochbücher basiert auf der Art, wie ich an die Informationen gelange: Ich gehe auf Menschen zu und frage sie, wie sie ihre liebsten Menüs zubereiten.“

Kann denn jeder und jede ein Kochbuch schreiben?

„Ich denke schon. Man muss einfach eine gute Idee haben, ein interessantes Thema. Kurze Texte zu verfassen finde ich einfacher, als einen Bogen über viele Seiten schlagen zu müssen. Ein Roman schreibt sich viel schwieriger als ein Kochbuch.“

Die tollen Fotos in Ihren Büchern stammen alle von Ihnen. Warum können Sie so gut fotografieren?

„Beim ersten Buch fand ich: Jetzt gehe ich einfach zu den Familien und fotografiere drauflos. Ich wollte keinen Fotografen mitnehmen, der alles schön ausleuchtet, aber vielleicht die familiäre Atmosphäre stört. Beim zweiten und dritten Buch hatte ich dann höhere Ansprüche. Ich optimierte die Ausrüstung, belegte Fotokurse und fotografierte auch daheim viel. Und ich fand viele wertvolle Tipps im Internet.“
Marius Leutenegger: ‚Ein Kochbuch regt die Kreativität an‘, Books Nr 4/2015