Die israelische Schriftstellerin wurde 2004 Opfer eines Bombenattentats und konnte lange Zeit nicht mehr schreiben, dennoch begreift sie das Schreiben nicht als Therapie: „Meine therapeutischen Tendenzen lebe ich jetzt bei meinen Protagonisten aus, indem ich sie einer Entwicklung aussetze. Jede Figur lehrt mich etwas.“
Bernhard Ott und Daniel Di Falco sprachen mit der erfolgreichsten Schriftstellerin Israels anlässlich des Erscheinen Ihres Romans ‚Schmerz‘ (Berlin Verlag).

„Schreiben ist für mich eine sehr tiefe Verbindung mit anderen Bewußtseinszuständen. Ich bekomme es dann mit Dingen zu tun, die mir zuvor unbekannt waren. Wenn ich das Geschriebene lese, frage ich mich oft: Woher kam das jetzt?“

Das klingt mystisch.
„Es geht um eine Gabe, das kann man ssagen. Und ich fürchte ständig, sie zu verlieren, gerade weil sie mit Kontgrolle so wenig zu tunhat. Ich bin n icht die Art Autorin, die grosse Pläne macht. Ich bin der Eingebung ausgeliefert. Wenn ich alleine bin, setze ich mich an den Computer und schliesse die Augen, um in dieses Etwas einzutreten, in diesen Raum.“

Ein Therapieraum?
„Nein, niemals. Ich schreibe nie über Dinge, die mich im Moment beschäftigen. Ich muss genau das vergessen, um schreiben zu können.“
aus: „Es braucht eher Ärzte als Politiker“ – Tages-Anzeiger 24.10.2015