„Schreiben Sie nach wie vor mehre Fassungen ein und desselben Romans?

„Die erste Fassung, bei der ich mich nur um die Geschichte und Zeitabläufe kümmere, geht ziemlich schnell. Dann ändere ich den Ton. Und kein Satz der ersten Fassung überlebt bis zum Schluss. Ab der fünften Version gebe ich meiner Schwester den Text zum Gegenlesen. Beim letzten Durchgang (manchmal ist es der zehnte), der wie beim Kochen minutiös durchgesiebt wird, setzen wir uns acht bis neun Stunden lang zusammen, legen jede Redewendung auf die Waagschale und verhandeln Seite um Seite über jedes Wort.“
aus: Interview des Limes Verlags