„Schreiben heisst nicht nur, den Dingen einen Spiegel vorzuhalten und Probleme aufzuzeigen, sondern auch, sich selbst zu entdecken. Vielleicht ist es auch eine Angewohnheit, ein Tick. Das spielt alles mit hinein. Ich erfinde ganze Welten, ich habe Romane mit vierzig Figuren geschrieben. Und in jeder steckt etwas von mir – selbst in den schrecklichsten Charakteren.“

„Wir leben immer mit Geschichten. … Ich sehe mich als jemanden, der zunächst seinem eigenen Leben durch Geschichten Sinn verleiht. Ich bin kein grosser Anhänger von Freud, noch weniger von Jung, aber sie haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass unser Geist ähnlich wie ein Schwamm, der Wasser aufsaugt, Geschichten aufnimmt und weitergibt.“
aus: Carmen Eller „In jeder Figur steckt etwas von mir“, Neue Zürcher Zeitung 30.11.17