Können Sie den „extremen Seelenzustand“ beschreiben, in den Sie sich beim Schreiben hineinbegeben?

„Auf gewisse Weise habe ich nie aufgehört, mich sehr glücklich zu schätzen, dass ich meine Arbeit machen kann. Das ist wichtig. Sogar als ich mit der Arbeit an „Unterwelt“ begann und irgendwann merkte, dass es sich um einen sehr umfangreichen Roman handeln würde, hat mich das nicht zögern lassen. Ich habe mich dankbar und ohne Angst hineingestürzt. So ist es bei mich immer gewesen. Ich mache mir nie Sorgen, wie ich ein Kapitel beenden oder eine Figur zeichnen kann. Ich arbeite lediglich drauf hin und vertraue darauf, dass mir die Arbeit selbst hilft, die Probleme zu lösen.“
aus: Thomas David „Extreme Seelenzustände haben mich von Anfang an interessiert“, Neue Zürcher Zeitung 20.1.2018