Der fünfunddreißig Jahre alte Mann steht auf seinem Balkon im sechsten Stock und betrachtet voll Freude das Wachsen seiner Radieschen im Blumenkasten. Plötzlich beginnen die Pflanzen in der Erde zu verschwinden, eine nach der anderen, als würden sie von etwas Unsichtbarem hinuntergezogen. Bestürzt beugt sich der Mann vor. Die Radieschen sind nicht mehr zu sehen, an ihre Stelle sind kleine Krater getreten. Entsetzen ergreift den Mann. Mit beiden Händen greift er in die Löcher, tastet, wühlt, bis er im letzten doch noch zuerst den Stängel, dann die Wurzel eines Radieschens zu fassen bekommt. Die Pflanze zieht ihn mit großer Kraft mit sich. Verzweifelt klammert der Mann sich an ihr fest. Er kommt nicht gegen die Kraft an, kopfüber wird er vom immer größer werdenden Loch verschluckt. Voll Todesangst öffnet er die Lippen zu einem Hilfeschrei an seine Frau. Doch keinen Ton bringt er hervor; er spürt, wie schwere, kalte Erde seinen Mund füllt, ihm die Luft zum Atmen raubt, und erwacht. Neben ihm liegt ruhig schlafend seine Frau.

Tags darauf öffnet der Mann mit zitternden Fingern den eben erhaltenen Brief. Das Ergebnis der Untersuchungen, so teilt ihm der Arzt mit, weise auf Zeugungsunfähigkeit hin.