Michael Ondaatje (Buddy Boldens Blues): „ … Ich bin keiner dieser Autoren, die während des Schreibens Musik hören; dann klingt das Geschriebene nämlich viel besser, als es in Wirklichkeit ist.
Es ist immer gut, die Arbeit in einem kalten, stillen Raum zu verrichten.
Es gibt allerdings dieses Empfinden für eine Tonlandschaft, und bei früheren Arbeiten hatte ich immer den Eindruck, dass die Struktur eines dreiminütigen Jazz-Stücks eine gute Struktur für ein Buch abgibt. Man hat fünf oder sechs Musiker, von denen jeder sein Solo spielt, und am Ende des Buchs kommen sie in einem Chorus zusammen.“
„ … Das Problem mancher Romane ist, dass sie die ganze Zeit das gleiche Tempo beibehalten, den gleichen Klang, so dass man sich nach dreissig Seiten zu langweilen beginnt. Man muss beim Schreiben auch mal einen anderen Gang einlegen.“
Aus: Thomas David „England war ein fremdes Universum“ – Neue Zürcher Zeitung 13.11.2018