Zum Erscheinen ihres 560 Seiten starken Romans „Das Ministerium des äußersten Glücks“, Verlag S. Fischer erschien im Spiegel 30/2017 ein umfassender Beitrag über das kompromisslose Engagement der indischen Schriftstellerin für die Schwachen und Unterpriviligierten in ihrem Land: Ihre Stellung als Frau hätte ihr eigentlich nicht erlaubt, sich öffentlich so kritisch zu vielen Bereichen des politischen Lebens zu äußern: „Es gab eine Zeit, da waren Schriftsteller gefährliche Menschen. Heute sollen wir Bestseller schreiben und – wenn möglich – gut aussehen.“

Die indische Schriftstellerin findet, das Größte am literarischen Schreiben sei: Das Außer-Kontrolle-Sein. Dann steuere nicht sie den Verlauf der Geschichte, sondern die Figuren, deren Stimmen sie höre und deren Anweisungen sie folge.