„Ich muss wissen, warum ich etwas schreibe. Vorher setze ich mich nicht an den Schreibtisch. Sich von Emotionen oder einem Bauchgefühl irgendwohin treiben zu lassen, das bin nicht ich. Ich brauche ein klares Ziel. Zack, da will ich hin.“

„Ohne das Storyboard, das ich mit magnetischer Farbe an die Wand über dem Schreibtisch gemalt habe, kann ich schwer arbeiten. Ich muss die Dramaturgie meiner Stück grafisch vor mir sehen, um den Überblick zu behalten.
Manchmal pinne ich auch Dialoge an die Wand. So erkenne ich, wo der Rhythmus holpert. Dialoge müssen tönen, damit sie uns berühren. Ich höre nie Musik, wenn ich schreibe. Das würde den Rhythmus meiner Texte durcheinanderbringen.
aus: annabelle 3/2019

Extrem wichtig ist es mir, Dialoge zu schreiben, die man nicht hundertmal in Filmen oder Stücken gehört hat. Das ist nicht immer einfach, grad wenn es sich um klassische Situationen handelt, etwa eine Beziehungskrise, wie wir sie in allen möglichen Varianten aus dem Kino kennen. Da muss man um die Ecke denken: Wie könnte der Dialog anders funktionieren?
aus: annabelle 3/2019