Schreibst du eigentlich gern?, hat Céline Tapis die Schriftstellerin gefragt, die gleich für ihren Debütroman „Elefanten im Garten“ für den Schweizer Buchpreis nominiert war:
„Nein, es gibt viele Dinge, die ich lieber tue. Aber jeder hat ein Instrument, um das zu erzählen, was er oder sie erzählen will. Man kann mit Film, Musik, mit Tanz oder Performance erzählen. Ich schreibe, das habe ich schon als Kind getan. … Schreiben hat etwas Brutales. Da sind nur Buchstaben, Schwarz auf Weiß. Es ist ein Ringen um Worte, ein Versuch, das Gefühl im Bauch zu übersetzen. Ich arbeite lang an Texten, ich könnte kein Buch in einem Jahr schreiben. Aber ich mag es, wenn die Dinge nicht bloss flach sind, wenn Reibung entsteht, ich mich bemühen muss.“
aus: Digestif Céline Tapis – Lesen 1/2019 Orell Füssli