Kritik tut weh, anonyme Kritiken, die Autor und Buch vernichten sollen entlarven aber auch ihre Schreiber. Der österreichische Schriftsteller Christoph Ransmayr hat eine drastische Einstellung dazu gefunden. Auf die Frage von Manfred Papst:
Verfolgen Sie, was in den sozialen Netzwerken über Sie und Ihre Bücher geschrieben wird? antwortet er:

„Ich lese, was der Verlag für mich an Kritiken sammelt und mir oft erstaunlich dicke Mappen zukommen lässt. Aber der Chor aus meist anonymen Stimmen, der auf diesen Internet-Plattformen krächzt, interessiert mich nicht.
Wer nicht den Mut hat, unter seine Meinung oder auch Verfluchung seinen Namen zu setzen, sollte besser das Maul halten oder sein Gestammelt in de Klomuschel brüllen. Klos suche ich aber nur unter besonderen Umständen auf.“
aus: „Im Schatten jedes Weltwunders liegt ein Massengrab“ Manfred Papst, Neue Zürcher Zeitung 2.4.2017