„Schreiben Sie linear, vom Anfang zum Ende?“ fragte Marius Leutenegger den Autor, dessen zweiter Wolkenbruch-Roman im vergangenen Jahr erschien: „Wolkenbruchs waghalsiges Stelldichein mit der Spionin“ 2019 bei Diogenes.
„Ja, ich schrieb auch die beiden Handlungsstränge abwechslungsweise. Im Detail plane ich meine Bücher nicht. Mein Schreibprozess ist zu vergleichen mit der Reise von Magellan, der vom Atlantik in den Pazifik gelangen wollte. Das Ziel ist klar, aber die Reise dahin gestaltet sich eben so, wie sie sich gestaltet. Ich wusste zu Beginn des Schreibprozesses, dass es auf der einen Seite das Weltjudentum und auf der anderen die Nazis gibt und dass es am Ende zum Showdown kommt. Grundsätzlich arbeite ich aber sehr intuitiv und spontan, ich setzte mich hin und erfinde, ohne alles vorauszuplanen.“
aus: „Glück ist eine Subtraktionsrechnung“ von Marius Leutenegger, Lesen 3/2019