„Man lässt viel von sich in einen Text einfliessen, aber unbewusst und nicht eins zu eins. Will ich den Wutanfall eines Mörders beschreiben, muss ich niemand umgebracht haben. Es reicht, mich an die Empfindungen zu erinnern, die ich hatte, als mir einer den Parkplatz klaute. Wenn ich dieses Gefühl aufblase, kann ich die Gefühle des Mörders gut beschreiben. Ich finde es spannend, in eine Figur hineinzukriechen, ihr zu folgen – aber es bleibt ein Rollenspiel.“
aus: Marius Leutenegger „Eine lewinskysche Sprache gibt es nicht“ – Lesen 1/2019
von Charles Lewinsky ist am 20.3.2019 sein neuer Roman „Der Stotterer“ bei Diogenes erschienen