Vor neun Jahren wir das Buch einer damals unbekannten Autorin ein Hit: „Erebos“. Es hat sich inzwischen 750.000mal verkauft. Nun erscheint „Erebos 2“. Peer Teuwsen hat die Erfolgsautorin gefragt:
Sind Sie besser geworden beim Schreiben?
„Schwierig. Der Druck ist einfach zu gross, das Niveau des Schreibens zumindest zu halten.“

Wie haben Sie schreiben gelernt?
„Meine Aufsätze waren schon in der Schule immer die besten. Und ich habe sehr früh angefangen zu lesen. Von Büchern konnten mich meine Eltern nur chirurgisch trennen. So wie man heute Kinder vom Computer wegzerren muss.“

Wie schreibt man gute Jugendliteratur?
„Ich schreibe so, dass ich es gerne selbst lese.“

Anders gefragt: Was können Sie gut?
„Ich kann ganz gut plotten, mir also Geschichten überlegen, die keine allzu vorhersehbaren Wendungen nehmen. Und ich versuche, nicht den moralischen Zeigefinger zu erheben – weil mich das schon als Jugendliche wahnsinnig gemacht hat. Ich versuche, keinen Jugendsprech zu schreiben – weil man sich da einfach nur lächerlich macht. Und ich versuche, keinen Trends hinterherzurennen. Also etwa jetzt auch noch ein Vampir-Buch zu schreiben.“
aus: „Ich bin wie eine Zauberin“ von Peer Teuwsen, Neue Zürcher Zeitung 25.8.2019