„Dem Tod bei der Arbeit zusehen“ – heißt im amerikanischen Sprachgebrauch, einen Film schießen. Filmen ist ein aggressiver Akt. Nicht ohne Grund hatten die Ureinwohner Nordamerikas das Gefühl, dass Fotografen ihnen ihre Seele stehlen. Sie wurden ja de facto auch von den Leuten fotografiert, die sie und ihre Kultur ausradiert haben.“
aus: Filmen ist ein aggressiver Akt, Antje Stahl im Gespräch mit Wim Wenders, Neue Zürcher Zeitung 15.5.2019